Rhy-Fäscht 2018 war wieder ein Vollerfolg

Auch dieses Jahr strömten wieder hunderte Kinder, Erwachsene und Naturbegeisterte zum Rhy-Fäscht am Rhein in Balzers, das diesmal am 1. Juli stattfand. Neben Spiel und Spass standen die Rheinaufweitungen im Vordergrund. Die Veranstalter waren sehr zufrieden und blicken zuversichtlich in die Zukunft.
Die Umweltorganisationen der „Plattform Lebendiger Alpenrhein“ aus Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg laden jeweils zum Sommerbeginn zum traditionellen Rhy-Fäscht am Ellhorn ein. Auf den Sandbänken, auf dem Rheindamm und im Festzelt war wieder viel los und auch dieses Jahr nahmen mehrere hundert Menschen teil.
Attraktionen wie Ponyreiten, Klettern und Abseilen oder Taxifahrten im Zweierkayak waren ebenso beliebt wie das Werfen des Rheinholzer-Hakens wie zu Grossvaters Zeiten. Auch die Wasserexperimente und die Stände zu Themen wie «Tiere am Fluss» erfreuten sich eines regen Zulaufes.
Im Festzelt wies des Balzner Vorsteher Hansjörg Büchel darauf hin, dass Rheinaufweitungen die Menschen emotional berühren und entsprechend kontrovers diskutiert werden. Dabei gebe es ja in Liechtenstein noch keine konkreten Planungen – „leider, möchte man fast sagen“. Man müsse aber natürlich versuchen, alle Interessen einzubeziehen und miteinander in Einklang zu bringen.
Emanuel Banzer, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, überbrachte die Grüsse von Umweltministerin Dominique Gantenbein, die kurzfristig verhindert war. Er berichtete über die neuesten Entwicklungen in Liechtenstein. Die Dammsanierung und die Hochwassersicherheit seien selbstverständlich wichtige Ziele für das Land. Dabei gehe man in Form eines Baukastens vor und schaue, wo welche Massnahmen zielführend sind. Die Aufweitungen, die im Entwicklungskonzept Alpenrhein vorgesehen sind, seien dabei auch als Sanierungsmassnahmen zu betrachten und müssten als mögliche Bausteine in die Planung einbezogen werden.
Und schliesslich betonte Rainer Siegele, Bürgermeister der Gemeinde Mäder in Vorarlberg, dass seine Gemeinde mit Ungeduld auf die Rheinaufweitungen warte. Seine Gemeinde sei in dem letzten Jahrhunderten Opfer von zahlreichen Überschwemmungen gewesen. Darum seien Aufweitungen als Hochwasserschutz äusserst willkommen. Man dürfe aber auch den Erholungswert solcher aufgewerteten Landschaften nicht ausser Acht lassen, sie seien wichtiger Teil des Freizeitangebotes von Gemeinden.
Zu den zahlreichen Gästen gehörten auch viele Gemeindevertreter von Graubünden über St. Gallen bis Vorarlberg, die mit ihrer Anwesenheit ihre Sympathie für die Aufweitungen bezeugten. Die Veranstalter – die Werkstatt Faire Zukunft, der Zusammenschluss «Lebendiger Alpenrhein» mit dem WWF, der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz, Pro Natura und dem Voralberger Naturschutzbund sowie Aqua Viva – zeigten sich rundum zufrieden mit dem Fest. Man habe friedlich gefeiert aber auch die Botschaft stärken können, dass ein befreiter, lebendiger Rhein mehr Hochwassersicherheit und bessere Lebensräume für Mensch und Tier biete.





